Über uns
Die Johannes-Schule in Scheßlitz ist ein privates Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung; sie arbeitet auf Grundlage der Waldorf-Pädagogik und besteht seit 1992.
Vom Kindergartenalter (ab 3 Jahren) bis zur Vorbereitung auf den Beruf können die Schülerinnen und Schüler ihre gesamte Schulzeit (12 Klassen) hier durchlaufen.
Träger der Schule ist die Initiative Johanni e.V., ein Elternverein mit Sitz in Bamberg. Mit viel Eigenleistung baute er eine ehemalige Näherei in Scheßlitz zu einem Schulgebäude um, das Harmonie ausstrahlt und ein anregendes Lernumfeld bietet.
Grundlage unserer Arbeit ist die anthroposophische Heilpädagogik nach Rudolf Steiner. Ihr zentraler Gedanke kann so formuliert werden:
Der eigentliche Kern des menschlichen Wesens, seine Geistgestalt, bleibt auch bei den schwersten Formen der Behinderung unangetastet, kann also nicht erkranken. Wir sehen in jedem Menschen zuerst seine Einzigartigkeit und Entwicklungsfähigkeit, unabhängig von den Erschwernissen und Behinderungen, die zu seinem Leben gehören. Wir richten also unser Augenmerk nicht vorrangig auf die Defizite des Kindes, sondern wollen seinem Entwicklungsdrang Raum geben, damit seine gesunde Individualität sich entfalten kann. Auf diesem Weg entfalten die Schüler die Kraft, Einschränkungen zu überwinden oder auf ihre Weise sinnvoll damit zu leben.
Wir bezeichnen die Kinder der Johannes-Schule niemals als 'geistig behindert', sondern als Seelenpflege-bedürftig. Das sagt aus, dass die seelsichen Kräfte der Wahrnehmung und Vorstellung, des Fühlens und der Willens-kraft im Mittelpunkt der Förderung stehen. Ziel ist es, durch Ausbildung dieser Seelenkräfte die gesamte Persönlichkeit so zu stärken, dass ihr gesunder Kern sich immer mehr entfalten kann.
In der Praxis bedeutet das: die aufmerksame Zuwendung von Mensch zu Mensch ist das entscheidende Mittel zur Förderung. Pädago-gen und Therapeuten bemühen sich um eine genaue Kenntnis der Persönlichkeit und der Entwicklungsschritte der Kinder. Deshalb begleitet der Klassenlehrer die Kinder nach Möglichkeit durch die ersten neun Schuljahre.

Ein förderliches soziales Klima in der Klasse und Schule wird sehr bewusst gepflegt, damit die Kinder sich öffnen können und gerne hier leben und lernen. Die Aufgabe, einander anzunehmen und zu stützen setzt viele Fähigkeiten der Kinder frei und bereitet sie auf ein Leben in Gemeinschaft vor. Viel künstlerisches Tun prägt die tägliche Arbeit der Seelenpflege. Die Darbietung des Lernstoffes, die Heftgestaltung, die Unterrichts-materialien sollen künstlerische Qualität haben. Indem die Kinder selbst viel malen, plastizieren, musizieren usw. können sie Inhalte besser verinnerlichen. Sie erleben sich selbst als schaffend, was ihr Selbstwertgefühl stärkt.


weitere Informationen finden sie auf der Seite der Bundeselternvereinigung:
http://www.bev-ev.de/bev.php?cPath=6_133